Vorgehensweise

Jedes Pferd ist individuell. Deshalb gleicht auch nicht eine Zahnbehandlung der anderen. Damit Sie sich eine Vorstellung davon machen können, wie eine Behandlung abläuft, versuche ich dennoch einige typische Schritte zu erklären.

Islandstute Vera. Foto: Nicole Hardenbicker
Islandstute Vera. Foto: Nicole Hardenbicker

Zunächst erfrage ich einiges über den Patienten, um mir einen ersten Überblick zu verschaffen und möglicherweise schon Hinweise auf bestimmte Probleme zu erhalten. Zum Beispiel: Wie alt ist das Pferd? Hatte es schon mal eine Zahnbehandlung bzw. wie lange liegt die letzte Behandlung zurück? Haben Sie Probleme bei der Futteraufnahme oder beim Reiten/ Fahren beobachtet?

 

Während dessen hat das Pferd Gelegenheit sich an mich zu gewöhnen und vielleicht an mir zu schnuppern.

Nun folgt eine erste orientierende Untersuchung des Kopfes und der Zähne.

 

 

Ist eine Zahnbehandlung nötig, besprechen wir nun gemeinsam die Vorgehensweise. Ob die Behandlung mit oder ohne Sedierung erfolgt hängt vor allem vom Zustand der Zähne, der Kooperativität des Pferdes und seinem Alter bzw. Gesundheitszustand ab.

 

 

 

erste orientierende Untersuchung
erste orientierende Untersuchung

Bei der Behandlung ohne Sedierung kommen vor allem Handraspeln zum Einsatz, mit denen nur dezente Veränderungen wie zum Beispiel kleinere Schärfen behoben werden können. Nach einer solchen Behandlung darf das Pferd sogleich wieder Futter bekommen und auch geritten/ gefahren werden.

 

 

Sind die Veränderungen an den Zähnen stärker ausgeprägt ist eine gründliche und sorgfältige Behandlung nur mit Sedierung möglich. Dadurch können auch elektrisch angetriebene Instrumente eingesetzt werden. Dabei werden sowohl die Backen- als auch die Schneidezähne korrigiert. Die Wirkung der Sedierung hält insgesamt etwa zwei Stunden an. In dieser Zeit darf das Pferd keinen Zugang zu Futter haben, auch nicht zu Stroh. Reiten/ Fahren ist am folgenden Tag wieder möglich.